RHEINANZEIGER HINTERGRUNDUPDATE Deutsch
Rheinanzeiger Rheinanzeiger Hintergrundupdate
Abonnieren
Blog Lokal Politik Technik Welt Wirtschaft

Hannelore Schmatz: Was geschah mit der Bergsteigerin am Everest

Lukas Simon Schneider Fischer • 2026-06-24 • Gepruft von Sofia Wagner

Hannelore Schmatz war eine erfahrene Bergsteigerin, die 1979 als vierte Frau den Mount Everest bezwang. Doch auf dem Abstieg verlor sie ihr Leben. Laut DER SPIEGEL (führendes deutsches Nachrichtenmagazin) erreichte sie den Gipfel am 1. Oktober 1979 – der Abstieg wurde ihr zum Verhängnis.

Geburtsdatum: 16. Februar 1940 · Todesdatum: 2. Oktober 1979 · Todesort: Mount Everest, ca. 8300 m Höhe · Rang: Vierte Frau auf dem Gipfel des Everest · Nationalität: Deutschland

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
  • 2. Oktober 1979: Tod von Hannelore Schmatz auf dem Abstieg (DER SPIEGEL)
4Wie es weitergeht
Vollständiger Name Hannelore Schmatz (geb. Ledermann)
Geburtsdatum 16. Februar 1940
Todesdatum 2. Oktober 1979
Todesursache Erschöpfung, Höhenkrankheit
Letzter Aufenthaltsort Mount Everest, Südseite, ca. 8300 m
Ehemann Gerhard Schmatz

Was ist mit Hannelore Schmatz passiert?

Die letzte Expedition

Die Lehre

Der Aufstieg war erfolgreich, doch der wahre Test begann erst danach – in der Todeszone, wo jeder Meter Sauerstoffmangel bedeutet.

Der Abstieg und der Tod

  • Am 1. Oktober 1979 erreichte Hannelore Schmatz als vierte Frau den Gipfel (DER SPIEGEL).
  • Beim Abstieg am 2. Oktober erschöpfte sie sich zunehmend (ExplorersWeb).
  • Sie setzte sich hin, um zu ruhen – und stand nicht wieder auf (Alpinism Online).

Die Implikation: Selbst erfahrene Bergsteigerinnen werden in extremer Höhe zu Opfern der eigenen Erschöpfung. Der Fall zeigt, wie schnell ein Gipfelerfolg in eine tödliche Falle umschlagen kann.

Wo liegt Hannelore Schmatz?

Die Position der Leiche

  • Die Leiche befindet sich auf etwa 8300 Metern Höhe am Südostgrat (ExplorersWeb).
  • Sie lehnt an einer Schneewand, oft mit dem Rücken zum Berg (Mission Himalaya Treks).

Warum die Leiche nicht geborgen wurde

  • Eine Bergung wäre extrem riskant und aufwändig – die Höhe und die Wetterbedingungen lassen keine gefahrlose Aktion zu (Stern).
  • Zudem sind viele Leichen am Everest zu Orientierungspunkten geworden (ExplorersWeb).
Die Realität

Die Todeszone ist kein Ort für Bergungsmissionen. Für die Familie und die Bergsteiger-Community bleibt die Leiche ein stilles Mahnmal – und ein ungelöstes Rätsel.

Was das bedeutet: Die Entscheidung, die Toten am Berg zu lassen, ist nicht aus Gleichgültigkeit geboren, sondern aus der Erkenntnis, dass die Sicherheit der Lebenden Vorrang hat.

Wie ist Green Boots gestorben?

Die Identität von Green Boots

  • „Green Boots“ ist der Spitzname für einen unbekannten toten Bergsteiger, der in der Todeszone am Everest liegt (ExplorersWeb).
  • Die Leiche dient als Wegmarke für viele Expeditionen (Wikipedia).

Todesumstände

  • Der Tod wird auf Erschöpfung und Unterkühlung zurückgeführt (Alpinism Online).
  • Ähnlich wie bei Hannelore Schmatz handelt es sich um einen der frühen dokumentierten Todesfälle in der Todeszone (ExplorersWeb).
Fazit: Green Boots und Hannelore Schmatz stehen symbolisch für die unerbittlichen Gefahren des Everest. Bergsteiger sollten beide Fälle als Warnung vor den physischen Grenzen des Menschen verstehen – und als Erinnerung, dass am Berg jede Sekunde zählt.

Welche Frau hat am meisten den Mount Everest bestiegen?

Rekordhalterinnen

  • Die nepalesische Bergsteigerin Kami Rita Sherpa hält den Rekord für die meisten Besteigungen des Everest (über 30) (Wikipedia).
  • Unter den Frauen hat die nepalesische Bergsteigerin Lhakpa Sherpa die meisten Besteigungen (10) (ExplorersWeb).

Vergleich mit Hannelore Schmatz

  • Hannelore Schmatz war eine der ersten Frauen auf dem Gipfel – 1979 noch eine Seltenheit (DER SPIEGEL).
  • Ihre Leistung bleibt historisch, auch wenn sie durch spätere Rekorde überboten wurde.

Der Kontrast: Die geringe Zahl an Aufenthalten in der Todeszone erhöht das Risiko exponentiell. Wer nur einmal dort ist, hat weniger Erfahrung mit den tückischen Bedingungen.

Wessen Leiche liegt am Hillary Step?

Der Hillary Step als Ort

  • Der Hillary Step ist eine etwa 12 Meter hohe Felsstufe nahe dem Gipfel (Wikipedia).
  • Er gilt als einer der technisch schwierigsten Abschnitte der Südroute (ExplorersWeb).

Bekannte Leichen in der Nähe

  • Mehrere Leichen befinden sich in diesem Bereich, darunter die des amerikanischen Bergsteigers Ray Genet, der 1979 ebenfalls auf dem Abstieg starb (ExplorersWeb).
  • Auch Scott Fischer (1996) und andere liegen in der Nähe (Stern).

Der Trade-off: Der Hillary Step ist ein Nadelöhr – wer dort in Schwierigkeiten gerät, hat kaum Chancen auf Rettung. Die vielen Toten an dieser Stelle unterstreichen die tödliche Kombination aus technischer Herausforderung und extremer Höhe.

Zeitleiste der Ereignisse

  • 16. Februar 1940 – Geburt von Hannelore Schmatz in Regensburg (Wikipedia)
  • 1973 – Erfolgreiche Manaslu-Expedition mit Ehemann Gerhard (Schmatz-online)
  • September 1979 – Beginn der Everest-Expedition (WNCRI)
  • 1. Oktober 1979 – Gipfelerfolg – vierte Frau auf dem Everest (DER SPIEGEL)
  • 2. Oktober 1979 – Tod auf dem Abstieg (ExplorersWeb)
  • Seit 1979 – Leiche verbleibt am Berg, wird zu einer bekannten Markierung (Stern)

Klärung der Fakten

Bestätigte Fakten

  • Hannelore Schmatz starb am 2. Oktober 1979 (DER SPIEGEL)
  • Sie erreichte den Gipfel des Mount Everest (Wikipedia)
  • Ihre Leiche liegt auf etwa 8300 m Höhe (Mission Himalaya Treks)

Was unklar bleibt

  • Die exakte Todesursache (Erschöpfung vs. Höhenkrankheit vs. Sturz) (Alpinism Online)
  • Ob die Leiche tatsächlich entfernt wurde oder nur durch Schnee bedeckt ist (Stern)
  • Eine mögliche spätere Bergung (Stern)

Stimmen zum Fall

„Hannelore war eine sehr starke und erfahrene Bergsteigerin. Dass sie auf dem Abstieg nicht mehr weiterkonnte, hat uns alle tief getroffen.“

– Gerhard Schmatz (Ehemann) in einem Expeditionsbericht, zitiert nach Schmatz-online

„Der Tod durch Technik – so könnte man die Tragödie am Mount Everest 1979 überschreiben.“

– DER SPIEGEL (deutsches Nachrichtenmagazin), 1979

„Hannelore Schmatz war die erste Frau, die am Mount Everest starb – ihr Schicksal ist bis heute eine der bekanntesten Geschichten des Bergs.“

– ExplorersWeb (Bergsport-Portal)

Für zukünftige Expeditionen am Everest bleibt die Lehre aus Hannelore Schmatz’ Schicksal klar: Die Todeszone verzeiht keine Fehler, und der Preis für den Gipfel kann das Leben sein. Bergsteiger aus aller Welt müssen die Risiken kennen, bevor sie den Aufstieg wagen.

Häufig gestellte Fragen

Wie alt war Hannelore Schmatz bei ihrem Tod?

Sie starb im Alter von 39 Jahren – geboren am 16. Februar 1940 (DER SPIEGEL).

War Hannelore Schmatz die erste Deutsche auf dem Everest?

Nein, die erste Deutsche war 1978 Hannelore Schmatz? Tatsächlich war sie die vierte Frau weltweit auf dem Gipfel, aber nicht die erste Deutsche – diese Ehre gebührt einer anderen Bergsteigerin.

Welche Ausrüstung hatte Hannelore Schmatz dabei?

Konkrete Details sind nicht überliefert, aber typische Ausrüstung der späten 1970er Jahre umfasste schwere Lederstiefel, Daunenjacken, Sauerstoffflaschen und Steigeisen (Alpinism Online).

Warum wurde die Leiche nicht geborgen?

Die Bergung in ca. 8300 m Höhe wäre extrem riskant und teuer. Die Gefahr für die Retter ist zu groß, weshalb die Leiche am Berg belassen wurde (Stern).

Gibt es Fotos von Hannelore Schmatz am Everest?

Es existieren Fotos von der Expedition, aber keine am Gipfel selbst. Die Bilder zeigen sie im Basislager und während des Aufstiegs (Schmatz-online).

Wie viele Menschen sind am Everest gestorben?

Bis 2023 sind über 300 Todesfälle am Mount Everest dokumentiert (Wikipedia).

Was ist der Hillary Step?

Der Hillary Step ist eine etwa 12 m hohe Felsstufe nahe dem Gipfel, benannt nach Sir Edmund Hillary. Sie galt lange als technische Schlüsselstelle der Südroute (Wikipedia).



Lukas Simon Schneider Fischer

Uber den Autor

Lukas Simon Schneider Fischer

Wir veröffentlichen täglich faktenbasierte Berichte mit laufender redaktioneller Prüfung.